Die Wahl des richtigen Hosting-Anbieters ist für Selbstständige und kleine Unternehmen in Deutschland eine strategische Entscheidung. Dogado und webgo gehören zu den etablierten Namen auf dem Markt, verfolgen aber unterschiedliche Ansätze. Während Dogado auf vollständig verwaltetes Hosting setzt, punktet webgo mit günstigeren Einstiegspreisen und mehr Speicherplatz. Wir haben beide Anbieter für dich unter die Lupe genommen.
Dogado im Detail
Dogado mit Sitz in Dortmund positioniert sich als Premium-Anbieter für Managed Hosting. Das bedeutet: Du kümmerst dich um deine Inhalte, Dogado um den Rest – Serverwartung, Sicherheitsupdates, Backups und Performance-Optimierung sind im Preis inbegriffen. Gerade für Selbstständige ohne technisches Personal ist das ein starkes Argument.
Die Tarife starten bei 9,99 € im Monat für das Basic-Paket mit 25 GB SSD-Speicher. Dafür bekommst du eine vollständig gemanagte Umgebung, inklusive täglicher Backups, DDoS-Schutz und aktivem Monitoring. Der Support ist rund um die Uhr per Telefon und E-Mail erreichbar – und das mit kurzen Reaktionszeiten, wie viele Kunden bestätigen.
Ein weiterer Pluspunkt: Dogado hostet zu 100 % in deutschen Rechenzentren und ist ISO-27001-zertifiziert. Für datenschutzsensible Unternehmen und alle, die die DSGVO ernst nehmen, ist das ein entscheidender Vorteil.
Wer jedoch wenig Budget hat und lieber selbst Hand anlegt, zahlt bei Dogado für Dienstleistungen, die er vielleicht gar nicht braucht. Die Einstiegshürde mit knapp 10 € monatlich ist doppelt so hoch wie beim günstigsten webgo-Tarif.
webgo im Detail
webgo aus Hamburg ist der Budget-Champion unter den deutschen Hostern – aber keinesfalls ein Billiganbieter. Das Unternehmen existiert seit über 20 Jahren und hostet nach eigenen Angaben über eine Million Domains. Der Einstiegspreis von 4,95 € im Monat ist schwer zu schlagen, zumal eine Domain im ersten Jahr inklusive ist.
Das Basispaket bietet satte 50 GB SSD-Speicher – doppelt so viel wie Dogado zum halben Preis. Hinzu kommen ein kostenloses Let’s-Encrypt-SSL-Zertifikat, ein Website-Baukasten und tägliche Backups. Der Support steht ebenfalls rund um die Uhr bereit.
Der Haken: webgo bietet in den günstigen Tarifen kein echtes Managed Hosting. Du bekommst ein solides LAMP-Webhosting-Paket, musst dich aber selbst um Updates, Konfiguration und Sicherheit kümmern. Erst in den höheren Tarifen (ab ca. 12 €/Monat) kommen verwaltete Leistungen dazu.
Für technisch affine Gründer, die ihre Umgebung selbst im Griff haben, ist webgo deshalb die klar bessere Wahl. Wer dagegen einfach nur eine Website betreiben will, ohne sich um Server zu kümmern, sollte genau hinschauen, welcher Tarif am Ende wirklich nötig ist.
Unser Urteil
Beide Anbieter sind solide – die Entscheidung hängt von deinen Anforderungen ab. webgo gewinnt diesen Vergleich, weil es für die große Mehrheit der Selbstständigen und kleinen Unternehmen die bessere Lösung darstellt.
Wähle webgo, wenn: Du ein knappes Budget hast (Start ab 4,95 €/Monat), mehr Speicherplatz brauchst (50 GB im Einstiegstarif) und technisch fit genug bist, dein Hosting selbst zu verwalten. Für Einsteiger, Freelancer und kleine Online-Shops ist webgo die kosteneffizienteste Lösung im DACH-Raum.
Wähle Dogado, wenn: Wert auf vollständig verwaltetes Hosting legst, keine Zeit für Serveradministration hast und bereit bist, dafür einen Aufpreis zu zahlen. Dogado ist die richtige Wahl, wenn dich das Thema Technik nicht interessiert und du einfach eine sorgenfreie Hosting-Umgebung haben willst – inklusive ISO-27001-Zertifizierung und deutschem Rechenzentrum.
Unsere Empfehlung: Starte mit webgo und upgrade bei Bedarf auf einen höheren Tarif oder wechsle zu Dogado, wenn der Verwaltungsaufwand zu groß wird.